VERLEIHUNG DES BONNER LITERATURPREISES 2019

von Ines Hagemeyer

Am 10. November verlieh der Dichtungsring den Bonner Literaturpreis 2019 an Michael Spyra aus Halle – im Rahmen einer Lesung mit Präsentation der 56. Ausgabe der Zeitschrift für Literatur. Michael Spyra sowie die nächstplatzierten Autoren Bernd Marcel Gonner und Anna Katharina Sanner lasen aus ihren Werken. Ebenso die viertplatzierte Elfi Neubauer-Theis.

Rainer Maria Gassen, Rita Kupfer, Werner Pelzer und Ines Hagemeyer stellten lyrische Texte von weiteren Autoren der Shortlist vor.

Umrahmt wurde die Lesung im Kurfürstlichen Gärtnerhaus von der Ausstellung der Künstlerin Cornelia Harss. Ein anhaltender Applaus beschloss die Matinee.

Nun erwartet uns die Vorbereitung der 57. Ausgabe im Beethovenjahr 2020. Darauf wird sich der Dichtungsring thematisch fokussieren. Die Ausschreibung erfolgt in den nächsten Wochen. Die Herausgabe übernimmt Francisca Ricinski.

Foto (v. l. n. r.):                                                                                                                            Markus Hengelhaupt, Michael Spyra (Literaturpreisträger), Anna Katharina Sanner (3.), Bernd Gonner (2.), Sigune Schnabel

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Ein kleiner Nachbericht  (von Ulrich Bergmann)

Anschließend ging es ins Restaurant im Landesmuseum – mit den ersten fünf Platzierten des Bonner Literaturpreises 2019, alles in allem mit 17 Personen.

Der Preisträger Michael Spyra, ein Aschersleber, seit drei Wochen Vater (von Max), hat mein Herz sofort gewonnen. Er ist 11 Jahre jünger als mein Sohn, und es war – wie so oft – so, dass ich mich mit ihm besser verstand als mit meinem Sohn, mit dem ich ein gutes Verhältnis habe, aber über Literatur nicht reden kann.

Am Tag nach der Preisverleihung bestieg ich mit dem 36-jährigen Michael Spyra den Drachenfels bei trübem Himmel. Oben dann der Blick auf den Rhein mit den Inseln Nonnenwerth und Grafenwerth. Alles geschlossen. Montag. November. Auch die jugendstilige Nibelungenhalle, 1913 zur Verehrung Richard Wagners gebaut, war zu; den dazugehörigen Reptilienzoo aber konnten wir besichtigen, weil der äußerst kompetente Wärter uns diskutierend vor dem Eingang bemerkte und nach einigen Sätzen Spyras, die sein außerordentliches Interesse an Schlangen, Alligatoren und Krokodilen bekundeten, einlud ins tropisch klimatisierte Gebäude – er zeigte uns alles und erzählte viel dazu. So konnte ich Michael wenigstens einiges zeigen am Rhein, unterhalb vom Drachenfels die Weinberge, schräg gegenüber, weiter im Süden, den Bahnhof Rolandseck, 1865 gebaut zu Ehren der Königin Victoria, darüber das Arp-Museum, allerdings geschlossen auch das alles, so dass ich mit ihm, bevor er mit der Bahn am späten Nachmittag zurück nach Halle fuhr, noch ins Stern-Bistro am Bonner Markt ging, wo wir eine ‚rheinische Bratwurst‘ zu uns nahmen, dazu Kölsch (ich) und Sprudelwasser (er).

 

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